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Kriterien für Digitale Souveränität
Digitale Souveränität heißt: Eine Behörde kann ihre digitalen Geräte und Programme selbst bestimmen und kontrollieren. Die Behörde kann selbst entscheiden, welche Technik sie benutzt. Sie ist dabei nicht abhängig von einzelnen Firmen oder Anbietern.
Im Moment weiß man noch nicht genau: Wie digital souverän sind die Behörden in Deutschland? Man kann das auch nicht gut messen oder vergleichen. Denn: Es gibt noch keine einheitlichen Regeln und kein System, um Digitale Souveränität zu prüfen.
Warum Kriterien wichtig sind
Damit Behörden wissen, wie souverän sie arbeiten, braucht man klare Kriterien. Kriterien sind feste Messpunkte, nach denen man etwas beurteilt.
So kann man sehen:
Wie unabhängig ist eine Behörde bei ihrer IT?
Wie sicher und handlungsfähig ist sie?
Wie gut ist sie auf Probleme vorbereitet?
Dabei geht es nicht nur um einzelne Programme, sondern um die ganze digitale Arbeit einer Behörde: um Organisation, Daten, Technik und Abläufe.
Das Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS) hat dazu ein Papier geschrieben.
Das Papier heißt: „Kriterien Digitaler Souveränität – aus messbar wird machbar“.
Dieses Papier ist die Grundlage für einen Kriterien-Katalog. Mit dem Katalog können Behörden prüfen, wie digital souverän sie sind.
Der Souveränitäts-Check
Die Kriterien und Fragen helfen, ein einfaches Prüfsystem zu entwickeln.
Zu jedem Kriterium gibt es später klare Fragen, zum Beispiel:
Gibt es in der Behörde eine Strategie für Digitale Souveränität?
Gibt es einen Plan für den Notfall, wenn ein wichtiges System ausfällt?
Gibt es eine vollständige Beschreibung der genutzten Software?
Ist bekannt, woher alle technischen Teile und Programme kommen?
Mit diesen Fragen können Behörden ihre digitale Arbeit prüfen. Danach können sie gezielt Verbesserungen machen.
Mitmachen ist erwünscht
Der Kriterien-Katalog soll gemeinsam weiterentwickelt werden. Das passiert in einem offenen Prozess mit der Plattform openCode.
Alle, die Erfahrung mit digitaler Arbeit haben, können mitmachen. Man kann Ideen, Vorschläge oder Kommentare einbringen.
So entsteht ein praktisches Werkzeug. Damit können Behörden prüfen, wie souverän sie digital arbeiten – und wie sie noch unabhängiger und sicherer werden können.